Stiftung
Historie
 
Röttgen - Ein großes Werk über ein Leben hinaus

Der Duftwasserfabrikant Peter Paul Mülhens gründete im Jahre 1924 das Gestüt auf dem Gelände der Burg Röttgen. Der Architekt Ludwig Paffendorf entwarf im Renaissancestil Bauten und Stallanlagen dazu und schuf so eine der schönsten und beeindruckendsten Gestütsanlagen Deutschlands. Schon früh konnte das Gestüt 1932 seinen ersten Derbysieger PALASTPAGE feiern.

Nach dem zweiten Weltkrieg übernahm Maria Mehl-Mülhens, die Tochter des Gründers, Gestüt und Rennstall. Mit unvergleichlicher Passion führte sie fort, was ihr Vater begonnen hatte. Durch gezielten Zukauf von Mutterstuten begründete sie Blutlinien, die heute noch Beistand haben. Röttgener Pferde errangen beachtliche Erfolge und internationale Anerkennung. Mit UOMO siegte ein zweites Pferd im Deutschen Derby. Zu den großen Röttgener Erfolgspferden ihrer Zeit gehörten unter anderem STAR APPEAL (Sieger in den Eclipse-Stakes und im Prix de l'Arc de Triomphe), ASPROS, LORD UDO, PRINCE IPPI und WAUTHI.

Nach dem Tod von Frau Maria Mehl-Mülhens ging ihr Lebenswerk auf die Mehl-Mülhens-Stiftung über. Sie hatte die Stiftung in ihrem Testament 1985 errichtet, deren Organisation und Leitung im einzelnen in einer Stiftungsverfassung festgelegt und diese zur alleinigen Erbin ihres gesamten Vermögens bestimmt. Mit der Genehmigung durch den Innenminister des Landes Nordrhein-Westfalen ist die testamentarisch errichtete Stiftung dann alsbald rechtswirksam entstanden. So war es möglich, auch weiterhin Vollblutzucht auf höchstem Niveau zu betreiben. Beleg dafür sind die Röttgener Erfolgspferde der jüngeren Vergangenheit, wie unter anderem ENORA, STERNKÖNIG, KALLISTO, DIACADA, WILD SIDE, ELLIOT, DICKENS, ANTEK, NAGOYA, UNGARO, WELL MADE, SIMONAS oder EGERTON.

Mit der Stiftung wollte die Stifterin ihr Lebenswerk, nämlich die Vollblutzucht in Röttgen, auch nach ihrem Tode dauerhaft erhalten wissen. In ihrem Testament hat sie der Stiftung zu diesem Zweck eine detaillierte Verfassung gegeben und dabei u.a. angeordnet, dass die Stiftung ihren Ehenamen: "Mehl-Mülhens" tragen sollte. Welche Aufgaben (Zwecke) die Stiftung erfüllen und wer die Stiftung leiten soll, hat die Stifterin in ihrem Testament ebenfalls im einzelnen bestimmt.